Glücksspielsucht, Spielsucht, Therapie - mein persönlicher Blog über meine Glücksspielsucht und meinen Umgang mit ihr. Über meine stationäre Therapie, die Hilfe meiner Frau, meine Selbsthilfegruppe für Glücksspielsucht und mein neues Leben!

Ab wann ist man spielsüchtig?

| 55 Kommentare

Die Frage „Ist mein Freund Mann Partner spielssüchtig?“ wurde mir in der letzten Zeit oft gestellt. Oder auch „Ab wann ist man eigentlich spielsüchtig?“ Eigentlich ist es relativ einfach, das zu beantworten.

So weit hergeholt ist das nicht: ich kenne einige Spielsüchtige, die Raubüberfälle begangen haben.

Man braucht dafür nur den gesunden Menschenverstand. Und muss rücksichtslos gegen seine Gefühle sein, wenn man den eventuell spielsüchtigen Partner einstufen möchte. Und das genaue Hinsehen auf die Situation und den Partner ist nötig. Also nicht die Augen verschließen und sich einreden, es ist nur eine Phase, das wird schon wieder, so schlimm ist es ja nicht…

Also: Spielsucht wird auch als pathologisches Spielen bezeichnet. Hört sich schlimm an. Ist es auch, es bedeutet nämlich krankhaftes Spielen. Gemeint ist, dass der Betroffene den Wunsch hat zu spielen, unabhängig von allen schrecklichen Folgen für seine Ehe, seine Familie, seinen Beruf, seine soziale Einbindung, seine Finanzen, seine…eben alles.

Von der Weltgesundheitsorganisation wird ein Verschlüsselungssystem der Medizin herausgegeben, es nennt sich ICD.  Die Ärzte in Deutschland und die Kliniken müssen entsprechend dieses Systems die gestellten Diagnosen verschlüsseln.

Und da steht nun folgendes über Spielsucht:

Pathologisches Spielen

Die Störung besteht in häufigem und wiederholtem episodenhaften Glücksspiel, das die Lebensführung des betroffenen Patienten beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt.

Wenn das nicht ausreicht, hier mal etwas anschaulicher formuliert, und zwar von einem der führenden Spielsuchtexperten, nämlich von mir…leider.

Irgendwann fängt man an mit dem Glücksspiel: in der Kneipe, in einem Imbiß am Automaten, im Internet auf den Pokerseiten…egal. Das ist in Ordnung, wenn es dabei bleibt.

Aber jetzt könnte folgendes auftreten: man spielt

  • immer häufiger
  • immer länger
  • mit immer höheren Einsätzen
  • Man verliert die Kontrolle über die Höhe des Einsatzes und spielt
  • mit allem zur Verfügung stehenden Geld: der Gehaltseingang am Monatsanfang wird komplett fürs Spielen abgehoben. Es werden Schulden gemacht. Wie man die Miete bezahlen soll, ist erst mal egal. Bis dahin gewinnt man ja wieder. Glaubt man.
  • Man versucht durch Spielen an mehreren Automaten gleichzeitig, an mehreren Pokertischen gleichzeitig, die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen zu erhöhen.

Jetzt kommen wir zum Ändern des Verhaltens: jetzt kommt nämlich das Lügen. Ich kann ein Lied davon singen.

  • Es wird gelogen auf Teufel komm raus, die Ehefrau wird angelogen, ebenso Freunde, Bekannte, Verwandte, Arbeitskollegen. Und sich selbst belügt man auch. Ich habe mich über zwei Jahre lang angelogen – und es hat geklappt. Mir war nämlich immer klar, dass ich morgen gewinnen werde. Ich war so sehr davon überzeugt, dass ich schon (Oh mein Gott, jetzt wird’s aber wirklich peinlich) Excel-Listen angelegt habe, in denen ich meinen Gewinn verteilte. Und weil ich mir so sicher war, dass ich alles richtig mache und ab morgen gewinnen werde, kam es mir gar nicht so vor, als würde ich lügen. Es war nur so: ich konnte das ja nicht erzählen, niemand würde es verstehen, aber wenn ich erst mal viel Geld gewonnen hätte, dann wären sie ja auch froh.
  • Natürlich gibt man nicht zu, in einer Spielhalle oder an einem Pokertisch gewesen zu sein. Man fängt an, heimlich zu spielen – und damit auch, heimlich zu leben.
  • Wenn man mal nicht spielen kann, wird man leicht aggressiv und ist ziemlich unruhig.
  • Man denkt andauernd ans Spielen, an bestimmte Spielsituationen, an bestimmte Automaten, an bestimmte Pokerblätter. Und mit andauernd meine ich andauernd: beim Aufwachen, beim Zähneputzen, Duschen, Brötchen schmieren, Frühstücken, Anziehen, zur Arbeit fahren…bis zum Einschlafen. Ich habe unentwegt an bestimmte Situationen am Pokertisch gedacht, an bestimmte Blätter – ich war so sehr gefangen von diesen Bildern, dass ich alles andere nur noch nebenbei gemacht habe.
  • Irgendwann realisiert man, dass man viel verloren hat. Dann sagt man sich, „ich muss wenigstens die Verluste wieder reinkriegen!“
  • Wenn man den Absprung vom Spielen nicht schafft, droht eine kriminelle Karriere. Denn zum Spielen braucht man Geld, viel Geld. Wo das Geld herkommt, ist egal, und wenn es durch Betrügereien ist oder durch andere sogenannte Beschaffungskriminalität.

Gelegentlich hat der Spielsüchtige auch helle Momente, in denen er erkennt, dass er vom Spielen nicht lassen kann. Er hat es schon ein paarmal versucht, aber es hat nicht funktioniert. Hilfe holen möchte er nicht, denn dazu schämt er sich zu sehr, darüber hinaus würde er dann auf die geliebte Spielsituation verzichten müssen. Dabei ist doch der Pokertisch der Ort, wo es ihm am besten geht. Oder die Spielhalle: die Leute dort mögen ihn, bringen ihm Cola, Pizza – alles kostenlos. Außerdem, wenn er jemanden davon erzählte, die könnten ihn ja als Charakterschwach einstufen, als Loser!

Dann will er unbedingt das Spiel austricksen: irgendwie muss es doch gelingen, diesen verdammten Geldspielautomat zu überlisten – oder die Pokertheorie so sehr zu büffeln, dass man mehr weiß als die anderen Spieler und mit diesem Wissen dann gewinnen kann.

Oft wartet ein Inkasso auf den Spielsuechtigen

Viele Spielsüchtige kennen dieses Wort ziemlich gut.

Es kommen dann merkwürdige Gedanken, die stark an Aberglauben erinnern: man glaubt, den Automaten „lesen“ zu können. Beim Roulette glaubt man, Serien zu erkennen („Jetzt ist 8-mal hintereinander Rot gekommen, jetzt muss Schwarz kommen!“). Das ist natürlich – der Leser ahnt es schon – völliger Quatsch: es könnte 2.382 Mal hintereinander Rot gekommen sein: die Wahrscheinlich für Schwarz oder Weiß wäre genauso groß wie immer.

Der Spielsüchtige hat einfach die Kontrolle über sein Spielverhalten verloren. Das kann ich relativ leicht verdeutlichen: Gewinne ich , spiele ich weiter, um noch mehr zu gewinnen. Verliere ich, spiele ich weiter, um überhaupt etwas zu gewinnen. Ich darf niemals aufhören, denn das würde ja bedeuten, ich könnte keinesfalls mehr die Verluste wieder zurückgewinnen oder mir würde zusätzlicher Gewinn entgehen.

Das gemeine am Spielen ist dabei, dass es ja gar nicht mehr ums Geld geht, sondern um den Kick! Das dopaminerge System im Körper hat sich durch das exzessive Spielen nämlich verändert. (Aber dazu in den nächsten Tagen mehr…)

Es ist einfach ein Teufelskreis, aus dem man alleine nicht herausfindet, es sei denn vielleicht, man ist Chuck Norris. Ich jedenfalls musste mir Hilfe holen. (Außerdem mag ich Chuck Norris nicht.)

Puh, das alles aufzuschreiben macht mich ganz schön fertig. Sucht ist so ätzend.

Und ab wann ist man nun spielsüchtig? Ich denke, ab dem Zeitpunkt, wo man nicht mehr aufhören kann. Und dieser Zeitpunkt ist bei jedem Spielsüchtigen verschieden. Es gibt also keine exakte Definition über den Zeitpunkt. Es gibt nur Anzeichen: Heimliches Spielen, Geld leihen, keine anderen Interessen mehr – sucht Euch was aus!

Ein kluger Mann hat mal gesagt „Der höchste Gewinn ist die Spielfreiheit! Mehr kann man nicht gewinnen.“

Du kannst auch den Selbsttest Glücksspielsucht machen. Ein paar Klicks (na ja, na gut: es sind 20 Klicks) und Du kannst Dich ungefähr einordnen.

Und noch etwas:

Mein Buch über meine Glücksspielsucht und meine stationäre Therapie ist jetzt (endlich) auch bei Amazon auf Lager.

Hier könnt Ihr es bestellen.

 

Daher gewinnbringend: Weitermachen!

PS: Der kluge Mann heißt übrigens Kai Sender und schreibt einen Blog über seine vermaledeite Sucht.

Autor: Kai Sender

Ich bin spielsüchtig und alkoholsüchtig. Trocken bin ich seit 22 Jahren, spielfrei seit sechs Jahren. 2011 habe ich eine stationäre Therapie in der Fachklinik St. Marienstift - Dammer Berge GmbH - 49434 Neuenkirchen gemacht. Hier schreibe ich über meine Spielsucht und Alkoholsucht, meine Therapie und meine Gefühle und über das, was ich über mich und meine Sucht lerne. Du findest mich auch auf Google Plus, Facebook und Twitter. Außerdem kannst Du mir gerne mailen.

55 Kommentare

  1. Hallo Kai, ein sehr aufschlußreicher Beitrag von Dir. Dass mit dem Raubüberfall kann ich bestätigen, leider.

  2. Alter ich les hier im Knast das hier und Du hast so recht! sspielsucht ist so sch…und wenn ihr nicht aufpasst, seid ihr alle Dran. Deshalb nicht mal dran denken zu spielen.!

  3. Man ist addicted to people places and things wenn das leben unmanageble ist
    und sich nichts daraus macht wenn es die, die am wichtigsten im leben sind verletzt werden.
    Es ist nicht Spielsucht, alkoholiker, drug addict, sex addict, workaholic, rageaholic…all release endorphins that makes one keep on doing IT. At anyones expense until the effected is sick and tired of being sick and tired and reaches his or her bottom to reach out for Therapy. No selfcontrol will help no understanding of the disease (pathology) one must surround oneself with people like oneself and continue to live in RECOVERY not with EarthPeople. Spirituality is what one finds with effected individuals only. We are the feeling people and I am honored to be an ADDICT by the name of Ingrid B..My life was unmanageble before I found Recovery on Jan 30 1996. WOW

  4. Hallo Kai,
    Mein Mann ist schon über 10 Jahre spielsüchtig. Seit 4 Wochen spielt er nicht mehr, er sagt er schafft das ohne Hilfe, könnte ich ihm doch nur glauben. Er hat mich über 10 Jahre angelogen und über 100.000 Euro verzockt, und ich blöde hab es nicht bemerkt. Mach mir ja selbst Vorwürfe. Kann ihm einfach nicht mehr Vertrauen.

  5. Hallo Marion,

    dass es ein Spieler alleine nicht schafft – davon gehe ich aus. Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber die sind halt sehr selten.

    Aber das Wichtigste im Augenblick: Was ist mir DIR? Du musst Dich schützen und an Dich denken – er tut es offensichtlich nicht.

    Hole Du Dir Hilfe – er ist offensichtlich zu feige, das zu tun. Hole Du Dir Hilfe, besuche eine Angehörigengruppe oder gehe zu einer sozial-therapeutischen Beratungsstelle. Du musst jetzt für Dich sorgen – er tut es nicht – und andere offensichtlich auch nicht.

    Wenn Du weiter Hilfe brauchst – wir können auch telefonieren.

    Alles Gute!

    Kai Sender

    • Hallo Kai,
      Danke für deine Antwort. Wäre vielleicht wirklich gut wenn ich mal mit jemanden sprechen könnte der das alles schon mal durchgemacht hat.
      Im Moment bin ich echt am Ende.
      Er sagt immer das er es allein schafft und keine Hilfe braucht. Er hat mir alle Bankkarten Überlassen und ich teile ihm das Geld ein, aber er meint irgendwann muss ich wieder Vertrauen aufbauen. Er wird es mir beweisen sagt er, aber kann man jemanden vertrauen der einen immer wieder belogen hat?
      Und im Moment hab ich auch das Gefühl das er nicht ehrlich ist.
      Sind zwar nur Kleinigkeiten aber wie soll ich da Vertrauen aufbauen.
      Vielleicht seh ich es im Moment ja auch alles zu eng, und ich muss wieder lockerer werden, und ihm mehr Vertrauen, ich weiß es nicht.

      Viele Grüße
      Marion

      • Also Marion, um das mal klarzustellen: Du MUSST überhaupt nichts.

        Wenn Du ihm nicht vertraust, dann ist das Dein Gefühl und das ist in Ordnung so. Das ist nicht ohne Grund so. Also lasse es auch zu und akzeptiere, dass Du ihm momentan nicht vertraust.

        Und was soll das denn heißen: „Vielleicht muss ich wieder lockerer werden?“ – Hallo? 100.000 Euro hat er verloren, das wohl auch Dein Geld war, und er spielt jetzt seit vier Wochen nicht mehr, hält sich für Mr. Oberschlau, weil er keine Gruppe besucht – und DU machst Dir Vorwürfe, dass Du nicht lockerer bist?

        Hier läuft aber einiges schief!

        Legt er Dir Bons oder Quittungen vor? Spricht er mit einem Arzt? Spricht er mit einem Psychologen? Will er eine Therapie machen?

        WAS TUT ER GEGEN SEINE SUCHT?

        Ach, ich vergaß – er hat es ja nicht nötig – er schafft es ja alleine. Er hat ja auch nur zehn Jahre verzockt, nur 100.000 Euro. Das ist natürlich eine Kleinigkeit. Wahrscheinlich ist er cleverer als alle anderen, die spielfrei sind, eine Therapie gemacht haben.

        Marion, Spielfreiheit ist kein Zustand, wie Dein Mann es gerne hätte, sondern Arbeit! Spielfreiheit ist eine Tätigkeit. Dazu hat er offensichtlich keine Lust. Dann müsste er ja Farbe bekennen, sich offenbaren, ehrlich sein. Das ist ihm zu anstrengend. Oder er ist einfach zu feige.

        Ich leite einen Selbsthilfeverein – Gemeinsam gegen Glücksspielsucht e.V. – ich habe etwas Erfahrung. Glaube mir, er bewegt sich auf ganz ganz dünnem Eis. Und DU MIT IHM!

        Stelle ihm Bedingungen. Nimm Deine Situation selbst in die Hand.

        Und gib verdammt gut acht auf Dich.

        Ich habe bemerkt, wie ich eben beim Schreiben richtig sauer geworden bin. Ich habe es schon so oft erlebt, dass Süchtige sagen, es sei jetzt alles wieder gut. Und die Angehörigen hatten ihre Kämpfe und ihr Leid.

        So wie Du!

        Alles Gute!

        kai.sender@suchtbericht.de – da kannst Du mir Deine Telefonnummer hinmailen, wenn Du willst.

        • Hallo kai,
          Mein Mann und ich sind 14jahre verheiratet davon war erdige ersten 8 Jahre spielspchtig bis er sich zum Ruin gezockt hat und vor einer Scheidung stand.
          Dann hat er versprochen damit aufzuhören da er kein Geld mehr hatte .
          Es ging so weit das er mein Auto sigar verzockt hat.
          Nun ihrer seit 6 Jahren Spielfrei gewesen .
          Jetzt seit ein paar Monaten hat erwieset angefangen .
          Ist mitlerweile wieder 2x im Monat bis zum Morgengrauens nicht Zuhauses , da er zockt.
          Er sagt das ist nur eine Kleinigkeit und ihr schlimm.
          Ich bin am Ende mit den Nerven, weiß nicht was ich machen soll.
          Hab kein Bock den selben Schweiß wieder zu erleben.
          Ich brauche Hilfe.
          Ich möchte auch nicht das meine Kinder 7&12und Familie das mitbekommet.
          Es ist mir einfach nur peinlich mit ihm.
          Weiß nicht weiter was ich machen soll.

          • Hallo meine Liebe,

            leider wird Deine Familie das alles mitbekommen.

            Ich sehe für Dich drei Möglichkeiten:

            1. Er verspielt Eure Existenz.
            2. Er wird spielfrei und bleibt es. Vielleicht durch eine Therapie.
            3. Du schmeißt ihn raus und lässt Dich scheiden.

            Bei allen drei Möglichkeiten wird es – zumindest teilweise – publik. Deine Kinder werden es auf jeden Fall erfahren.

            Ich persönlich würde ihm sagen, was mir damals meine Frau gesagt hat: „Wenn Du noch EINMAL spielst, und sei es um zehn Euro, dann VERspielst Du mich!“

            Und dann wäre ich konsequent. Soll er sich eine Selbsthilfegruppe suchen und weitere fachliche Hilfe, eine stationäre oder ambulante Therapie.

            Und wenn er nochmal spielt – schmeiße ihn raus. Es reicht. DU hast auch Recht auf ein glückliches Leben. Offensichtlich interessiert ihn das nicht. Denn seine Sucht ist stärker als alles andere.

            Warum willst Du ihn durch das Geheimhalten schützen? Was hast Du davon? Deine Kinder registrieren es doch sowieso und kriegen die Stimmung zuhause mit.

            Außerdem hält ihn dieser Schutz ja schön beim Spielen – denn niemand erfährt es und es braucht ihm nicht peinlich zu sein.

            Du quälst Dich alleine mit dem Elend der Suchterkrankung. Von finanziellen Sorgen und der Verantwortung, die Du für IHN übernimmst, ganz zu schweigen.

            Damit sollte jetzt Schluss sein!

            Es ist jetzt Zeit für DICH, dem ein Ende zu machen.

            Alles Gute,

            Kai Sender

          • hallo

            auch mir geht es so mein mann spielt auch im´mer und immer wieder….er belügt mich bis sich die balken biegen…habe jetz seine ec karte aber das ist auch nicht die lösung ich weiss mir auch keinen rat mehr. lg ina p,s er hat nicht mal an unseren heutigen 26. hochtzeitstag gedacht.

      • Hallo Kai ich habe dein Buch gelesen ich finde es gut ich habe nur mal eine Frage an dich mein Mann Spielt seit gut 15 jahren er spield nicht um Geld so sagt er es wir mußten aber ein Gridit auf nehmen weil wir eine Karte haten wo man Geld am Automaten ab heben konte und er hat das geld gebraucht um im Internet zu kommen damit er seine spiele spielen konnte er belügt mich seit dem er sagt das er nur in den Pausen gespilt hat und nur diese Ball spile und er spilt nicht um Geld ich frage mich nur wen es so wäre ob er dan auch Spilsüchtig ist oder nicht selbst wen wir im Urlaub waren hat er gespielt ich kann mit ihn nicht darüber sprechen den er ist der meinung das er nicht spilsüchtig ist er hat zu mir gesagt das er im kopf ein Kopf kino hat er kann nicht ohne das spilen er meint das er ein posttaumatisches trauma hat und er nie glernt hat über problemme zu sprechen nur darum ist er in einer Depesjohn aber versuche ich mit ihn zu reden so wie heute da hat er zu mir gesagt das er das mit dem Kopf Kino nur gesagt hat weil ich es hören wolte ich würde ihn das ja nicht glauben das er nicht mehr spilt den er braucht es ja nicht er hate sich vorher davor immer weg gesield damit er nicht darüber nach denken muß das er mich wieder belügt ich bin zimlich ratlos er redet da nicht drüber er hat mir schon mit selbsmord gedroht ich weiß nicht mehr weiter vieleich könten sie mir ein rat geben den die sintomme die in ihren Buch stehen hat er auch es wäre net wen sie mir antworten würden U. B

        • Liebe Marion,

          alle Symptome, die ich im Buch aufgelistet habe, sind bei Deinem Mann vorhanden. Das sagst Du ja auch. Also brauchen wir nicht mehr darüber zu diskutieren, ob er spielsüchtig ist, nicht wahr? Er ist definitiv süchtig.

          Jetzt stellen sich zwei Fragen:

          1. Will er aufhören?
          2. Willst Du bei ihm bleiben?

          Zu 1: Offensichtlich nicht. Er belügt Dich, er redet so, dass Du erst einmal beruhigt bist und macht es sich schön bequem. Und wenn alles nichts hilft, droht er mit Selbstmord. Er will nicht aufhören und nicht ehrlich werden.
          Zu 2: Du bist hilflos und suchst Rat. Dabei weißt Du doch, dass Du es so, wie es ist, nicht weitermachen möchtest.

          Mein Rat: Sage ihm klipp und klar, dass er spielsüchtig ist und Du das nicht mehr mitmachst. Entweder hört er auf und holt sich sofort Hilfe. Oder Du ziehst die Konsequenzen und trennst Dich von ihm.

          Was anderes geht nicht, wenn Du nicht selbst mit in den Abgrund gerissen werden willst.

          Es ist jetzt Zeit, an Dich zu denken. Sorge für Dich, schütze Dich und stelle glasklare und ultimative Forderungen. Und dann sei konsequent und handle entsprechend.

          Du hast es ja in meinem Buch gelesen. Meine Frau hat zu mir gesagt: „Wenn Du noch einmal spielst, und sei es um zehn Euro, dann verspielst Du mich!“

          Was besseres konnte sie nicht machen. Denn das gab mir die Kraft, neu anzufangen und eine Therapie zu machen.

          Ich wünsche Dir viel Kraft!

          Alles Gute,

          Kai

          kai.sender@suchtbericht.de

  6. Hallo alle zusammen bin auf diese seite gefallen weil ich mich langsam echt frage ob es bei mir so weit ist. Ich frage mich die letzten tage ob ich süchtig bin und muss mit grosser wahrscheinlichkeit sagen das es so ist es ist traurig das ich diesen punkt ereicht habe und immer noch nichts da gegen getan habe mein inneres sagt genau das was oben beschrieben ist ich versuche verluste wieder zu bekommen lüge mich an das es nicht so schlimm ist das alles in den automaten ist, und ich das ja so oder so alles zurück gewinnen werde hat aber die letzten 12 monate nicht geklappt …. wie weit geht das noch? Habe schon das gefühl das ich depresiv werde und sorge das es mir noch schlechter geht. Ich weiss du sagtes das es alle sagen aber ich werde es versuchen es selber in die hand zu nehmen und werde mich befreien wenn ich merke es klappt nicht suche ich mir hilfe und werde als 1 auf dich zu kommen ich sage das ich das schafe wünsch mir glück ..

    Mfg

  7. Hallo Kai, ich habe einige fragen an dich und zwar noch mein freund ist spielsüchtig bevor er eine Therapie gemacht hatte hat er mich beklat angelogen. Er hatte mein geld geklaut was für die miete gedacht war. Nach der therapie schien alles wieder gut doch er spielt wieder nur mit dem unterschied er sagt rs nir ab und zu aber es sind achon sachen vorgefallen.wo ich mir denke ich kann und will net mehr.. Ist den eine Spiel sucht soo schlimm bitte um hilfe bin verzweifelt… Danke im voraus.

  8. Hallo Kai! Mir ist ganz schlecht,nachdem ich alles gelesen habe. Ich Glaube mein Partner und somit ich auch haben ein Problem.Bin erst seit einem Monat zu ihm gezogen.es war aus gemacht das er mir seine karte gibt.Dreimal darfst du rahten.Ach ja er Trinkt,Akrie und Spielautomat. Oh und Fußball wetten.Sein Lohn war schon nach glaube ich drei Tagen weg. Wie soll ich jetzt vor gehen? L.G.Ich

    • Hallo,
      wenn Dein Partner noch spielt, offensichtlich sogar den kompletten Monatslohn innerhalb von ein paar Tagen verzockt – dann ist das „normal“ für einen Süchtigen. DU allerdings bist nicht süchtig. Daher solltest Du dir gut überlegen, ob Du überhaupt noch mit ihm zusammenbleiben möchtest.

      Wenn Du bei ihm bleiben willst, dann solltest Du erst einmal dafür sorgen, dass Dein Geld geschützt ist und er weder an Dein Konto, noch an das Sparbuch oder die Spardose oder Deinen Schmuck … herankommt.

      Und dann musst Du ihm klare Grenzen setzen und Konsequenzen androhen – die Du dann im Falle des Falles auch EINHALTEN solltest. Sonst merkt er nämlich, dass auch mit DIR spielen kann.

      Ich würde ihm das sagen, was meine Frau damals zu mir gesagt hat, und was mir die Kraft und den Willen gab, mit dem Spielen aufzuhören: „Wenn Du noch EINMAL spielst, und sei es um 10 Euro – dann VERSPIELST Du mich!“

      Setze ihm die Pistole auf die Brust – entweder Du hörst ab sofort auf oder es ist aus! Und stelle ihm Bedingungen: Er muss zu einer Gruppe gehen, das ist das Mindeste.

      Du kannst mir auch gerne mailen oder wir können auch telefonieren!

      Alles Gute!

      Kai

  9. Lieber Kai
    Mein Freund spielt seit ca. 2 Monaten Poker im Spielkasino. Motiviert wurde er durch die monatlichen Pokerabende mit Freunden, bei denen er meistens gewann. Da er arbeitslos ist, sieht er seine fast schon täglichen Casinobesuche in Duisburg und Dortmund als Arbeit an. Er kauft sich Lektüre und übt tagsüber am Computer auf online Plattformen. Im Casino gewinnt er manchmal, meistens verliert er jedoch. Eigentlich hat er kein Geld, leiht sich aber bei seinen Eltern immer wieder etwas. Ich weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Er sagt ich gehe doch auch arbeiten, für ihn ist das Arbeit und er will Profi Spieler werden. Und am Anfang verliert man – man muss ja auch schliesslich üben. Ich stehe dem sehr kritisch gegenüber und weiß nicht mehr weiter. Was soll ich tun? Danke für deine Hilfe!

  10. Liebe/r Anonymus,

    in aller Kürze: lasse ihn spielen und schütze Dich! Leihe ihm kein Geld, achte auf Deine Kontokarten, Dein Sparbuch, auf Deinen Besitz und füttere ihn nicht durch, sollte er mal kein Geld für das Zocken haben.

    Wenn er nicht glaubt, dass er ein Problem hat, dann lasse ihn. Das einzige, was Du tun kannst, ist konsequent ihm zu spiegeln, was Du darüber denkst. Das wird allerdings zu Streit und Ablehnung führen. Darauf kannst Du Dich schon mal einstellen.

    Wenn seine Eltern so dumm sind, ihm Geld zu leihen, dann könntest Du ihnen erklären, was Spielsucht ist. Wahrscheinlich sind sie Co-Abhängige und vergrößern durch ihr Verhalten das Problem.

    Ich möchte Dir folgendes Buch empfehlen, es ist das beste über Glücksspielsucht, finde ich:

    http://astore.amazon.de/derneuereisep1-21/detail/345684381X

    Dieses Buch hat meiner Frau sehr geholfen und als ich es las, dachte ich, die meinten mich persönlich. Glücksspielsucht ist eben eine Krankheit mit einem bestimmten Verlauf – und den wird auch Dein Freund durchleben.

    Ich wünsche Dir viel Kraft! Die wirst Du brauchen. Und ich bin gerne für Dich da!

    Alles Gute,

    Kai

  11. Lieber Kai
    Danke für deine Hilfe und Ratschläge. Das Buch werde ich mir bestellen. Liebe Grüße

  12. Hallo!
    Ich bin seit über 10 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit kurzem mit ihm verheiratet.
    Mein Mann hat Post von der Obergerichtsvollzieherin bekommen, er soll 120.000 Euro zahlen. Er ist spielsüchtig. Das sagt er auch selbst. Er war vor 26 Jahren so aktiv, dass er in seiner Firma Geld zum Spielen unterschlagen hat. Es kam heraus und ihm wurde gekündigt.
    Nun geht er nirgendwo mehr hin, um zu spielen, sondern sitzt am Computer und spielt, mindestens drei Stunden am Tag. Er hat zunächst Geld dafür bezahlt und nun, nachdem der Brief kam nicht mehr. Auch er sagt, er hat es im Griff.
    Kann das sein? Danke für Deine Antwort und Zeit!

  13. Hallo!
    Mein Mann spielt auch! Letztes Jahr im Juli hat er sich geoutet. Dann im Nov/Dez und Jan wieder gezockt. Und jetzt wieder. Und dann immer gleich ein paar hundert Euro!
    Haben vor zwei Jahren ein Haus gebaut, haben ein Kind (4) und nun bin ich wieder schwanger.
    Als ichs heute erfahren hab, lt. Kontoauszug, musste ich feststellen, dass er zweimal 200€ abgehoben hat und heute Nacht 450€ wieder eingezahlt hat.
    Wieso denkt er nur immerwieder, dass ich so dumm bin und es nicht bemerke. Und noch dazu, er hat die Karte geklaut! Das gibts ja wohl nicht!
    Und als ich ihn per SMS heute darauf ansprach, kam irgendwie nix bewegendes zurück. (Er ist in der Arbeit, deshalb SMS)
    Was soll ich nur tun???
    Ich weiß ja nicht mal wohin!!!
    Meine Eltern wissen es nicht, wenn ich es ihnen sage, dann macht mein Vater unseren Zaun nicht fertig. Und unser kurzer hat bald Geburtstag und und und! Alles wäre kaputt und kaputter….!!!!

  14. Danke sehr aufschlussreicher bericht :) man kann bisschen nachvollziehen was bei solchen menschen in ihrem denken oberflächl8ch gesehen vorgeht….
    Mein freund war bevor kwir zusammen war spielsüchtig….er hat sowie der lohn kam alles verzockt manchmal (so ein glück kann man garnicht haben) hat er das auch wieder reingeholt.
    Naja wie er es aber aus der spielsucht geschafft hat weiß ich nicht….ich sehe aber das er automaten anstarrt wenn wir irgendwo sind und er sagt auch ihn juckt es in den fingern (manchmal) wenn er welche spielen sieht.
    Jetzt vorkurzem sind er und mein schwager einfach verschwunden mit dem kommentar „müssen kurz was erledigen“ als soe wieder kamen habe ich gefragt wo sie waren da keine antwort kam bin ich ins bett gegangen. Naja irgendwann an dem abend hat er es mir gestanden sie waren spielen…..er meinte es war nur einmalig und nur 20€ aber schon das genügt mir (stellen wir uns mal vor ein Alkoholiker ist auf entzug und du sperrst ihn mit einer flasche Whisky in einen raum- wird der wohl wiederstehen?)
    wir hatten einen riesen krach, mein 100%iges vertrauen zerbröselt plötzlich, ich habe angest das er wieder anfängt. …

  15. Patrizia, Du hast Angst, dass er wieder anfängt. Er HAT DOCH SCHON wieder angefangen. Das war ein Rückfall.

    Jetzt helfen Dir nur klare und offene Absprachen! Sage ihm, wie Du empfindest und dass er etwas gegen seine Spielsucht tun soll. Es gibt genug professionelle Hilfe, auch in Eurer Nähe.

    Und gib ab sofort acht auf Dein Geld, Dein Sparbuch – überhaupt auf alles. Sage ihm das auch!

    Du musst jetzt an Dich denken, für Dich sorgen – und er ist in der Pflicht zu handeln!

    Gibt es in Deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe für Angehörige? Da könntest Du Dir Hilfe holen.

    Alles Gute,

    Kai

  16. Hallo, bin ich Spielsuchtgefährdet? Habe diesen Monat bestimmt 30 Lottoscheine online verzockt. Ich bin mir zu 100% sicher das man dort niemals viel Geld gewinnen kann. Dennoch spielte ich 1. Aus Langeweile 2. Hoffnung da ich mich umbringen möchte somit irgendwie abgelenkt werde und träume wie ich mein Gewinn meinem hinterlassen Sohn übergeben kann damit er nicht so sauer sein wird wenn ich mich umgebracht habe. Viele Zocker haben glaube ich keine Lebensfreude. Das zocken hält kurzfristig am Leben. -.-

    • Hey wieso umbringen ???Aber ich glaube auch ich bin Spiel süchtig allerdings bei Fußball Wetten aber Is ja quasi das selbe ..ich denke so noch 30€ jetzt müssen sie ja mal gewinnen und wieder nix..die Bank gewinnt immer

  17. Hallo Kai,

    ich bin am Ende meiner Möglichkeiten!
    Mein Freund spielt, wir sind schon fast 5 Jahre zusammen, vor drei Jahren kam die große Beichte! Als Unerfahrene habe ich ihm verziehen, ein ganzes Jahr haben wir geblutet, um ein Teil der Schulden in den Griff zu bekommen… Es schien zu funktionieren! 2014 bin ich schwer erkrankt psychisch (die Tatsache der Spielsüchtig hat hier sicherlich eine große Rolle gespielt), ich habe mich „überarbeitet“, um aus den Schulden wieder rauszukönnen.
    Vor einem halben Jahr habe ich erfahren, dass während ich in der Kur war, er wieder gespielt hat…. Boom! Das war wie ein Schlag, mir war bis heute einfach der Ausmaß dieser Erkrankung nicht klar. Ich hatte mich natürlich informiert, aber ich war leider zu gutgläubig und habe ihm vertraut. Ich habe ihm zwei Monate gegeben, um sich um eine Thrapie zu kümmern… Es hat nicht funktioniert! Leere Versprechungen folgten wochenlang… In der Zwischenzeit sind wir fast gleichzeitig arbeitslos geworden… Wir haben jemals in kleinen Einzelunternehmen gearbeitet, unterschiedlicher Branchen, und es wurde betriebswirtschaftlich gekündigt.
    Vor einem Monat konnte er sich nicht mehr an den gemeinsamen Kosten beteiligen, Miete, usw… Leider habe ich alle finanziellen Mitteln mittlerweile seinetwegen aufgebraucht und mittlerweile bin selbst verschuldet, mein Konto ist am Dispolimit, ein Kredit läuft (den ich aufgenommen habe, damit er seine privaten Schulden begleicht) naja und die üblichen Kosten laufen natürlich auch weiter, die Einnahmen sind dank Arbeitslosigkeit natürlich deutlich gesunken… Das war der Punkt, wo auch meine Grenze erreicht wurde, der Groschen ist gefallen und ich habe begriffen, dass ich ihm niemals helfen kann, solange er nicht selbst was dagegen unternimmt. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn verlassen werde! Es hat gedauert, aber er hat den Ernst der Lage verstanden, so habe ich es zumindestens geglaubt… Heute ist Monatsanfang und er wird sich wieder nicht an den Kosten beteiligen, es ist noch viel schlimmer, er schuldet Leuten Geld, die ihn bedrohen… Er ist psychisch sehr angekratzt und ich mache mir Sorgen, dass er sich was antun könnte. Ich weiß nicht weiter….

  18. Hallo Kai, vorerst möchte ich Dir sagen, dass ich es toll finde was Du alles gegen diese Sucht tust, für Dich und für andere. Kurze Rede langer Sinn. 4 Jahre Beziehung, ich wusste dass mein Freund spielt, er hat es mir gesagt bevor wir zusammen gezogen sind. Er hat nie unseren Mietanteil verspielt, hatte aber sonst selten Geld…Keine gemeinsamen Anschaffungen, wenige gemeinsame Unternehmungen. Habe ihm jetzt ein Ultimatum gestellt. 8 Wochen – Er muss sich Hilfe holen oder er muss gehen. Was kann ich aus Deiner Sicht noch tun um ihn zum Umdenken zu bewegen? Ich glaube wenn etwas passiert dann erst wenn seine Sachen vor der Türe stehen….Ich hoffe ich ikann damit etwas erreichen. Mir ist jetzt erst klar geworden, was diese Sucht bedeutet. Ich kümmere mich in unserem Leben um alles…bei ihm ist alles Chaos, er sitzt auch nächtelang, tagelang vor dem Computer und spielt. Ich bedanke mich jetzt schon sehr für Deine Antwort.

  19. Hallo,
    ich schlage hier wahrscheinlich etwas aus der Reihe – mein Problem ist nicht die Spielsucht im Casino sondern in Online-Spielen und Konsolenspielen allgemein. Mein Freund gibt immer wieder Geld für Online-Spiele aus…
    Als wir uns kennenlernten wusste ich nicht, wie schlimm es bei ihm ausgeprägt ist. Auch ich gehöre zu den Menschen, die sich hin und wieder gern die Zeit vor dem Rechner oder der Konsole bei einem Spiel vertreiben, aber ich lebe dennoch im Hier und Jetzt und vergesse nicht am wahren Leben Teil zu nehmen – Besorgungen erledigen, Hobbies nachgehen, Haushalt, Verpflichtungen, … und ich habe so viel Realitätssinn, dass ich keine Bedürfnisse habe, in diese kostenlosen Online-Spiele Geld einzuzahlen.
    Bei ihm sieht es leider anders aus – was ich erst im ca. 3. Jahr der Beziehung zum ersten Mal bewusst realisiert habe. Bis dahin habe ich mich naiv und leichtgläubig an der Nase herumführen lassen. Als ich unsere gemeinsamen ersten 3 Jahre finanziell offengelegt habe, war mir im wahrsten Sinne des Wortes „kotzübel“ – er hat im Verlauf von 1,5 Jahren (mehr Belege konnte ich nicht auftreiben) über ca. 10.000 Euro in Online-Spiele eingezahlt.
    Es folgte ein nervzehrender Kampf mit 2 Rückfällen seinerseits, begleitet von vielen und noch mehr Lügen… „nein, ich habe nichts eingezahlt – du spionierst mir hinterher – du suchst immer nur nach schlechten Seiten an mir, damit du was zu nörgeln hast…“ (u.v.m.). Mein Vertrauen war dahin und es hat ca. 2 Jahre gedauert es wieder aufzubauen – wobei ich sagen muss, dass die 100% leider noch immer nicht erreicht sind.
    Das letzte Jahr war er sehr unauffällig – online-spiele am Rechner überhaupt keine mehr, dafür sind die „wunderbaren“ kostenlosen Apps auf dem Smartphone aufgetaucht, an denen er täglich „nur mal zwischendurch“ (seine Aussage) sitzt.
    Was das schlimmste für mich ist, sind die heimlichen Einzahlungen, die immer wieder mal vorkommen – neuerdings per Prepaid, denn das kann man per Bankauszug nicht nachvollziehen. Wenn ich ihn darauf anspreche, meint er das wollte er mir noch sagen sei aber noch nicht dazu gekommen oder habe es vergessen – aber es sei ja eh nicht so schlimm, die schlimmen Zeiten sind ja ein für alle Mal vorbei.
    Ich habe keine Kraft mehr und weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich sehe überall Gespenster, hinterfrage jede seiner Handlungen und habe Schwierigkeiten ihm zu glauben…

    Wie kann man mit so was fertig werden ohne dass alles in die Brüche geht? Ist es überhaupt möglich?

    Danke & Grüße

  20. Hallo meine Liebe,

    Sucht ist Sucht – es gibt nur eine Sucht, aber natürlich in verschiedenen Ausprägungen und mit verschiedenen Stoffen oder Handlungen. Ob Glücksspielsucht, Spielsucht, Alkoholsucht.

    Offensichtlich spielt Dein Freund noch – darüber brauchen wir nicht zu diskutieren, oder?

    Er belügt Dich, er hat sich auf Handyspielen verlagert und „vergisst“, Dir Dinge zu sagen. Das ist typisch für einen Süchtigen.

    Du fragst, wie Du damit fertig werden kannst, ohne dass alles in die Brüche geht? Nun, DAMIT (mit seiner Sucht und seinem daraus resultierendem Verhalten) brauchst Du nicht fertig zu werden. Denn das wäre falsch. Es ist seine Krankheit, nicht Deine. Entlasse ihn nicht aus der Verantwortung. Stelle Ansprüche.

    Entweder ändert er sein Verhalten und holt sich endlich professionelle Hilfe, hört auf zu lügen und Dich zu hintergehen, ist endlich Dein Lebenspartner und nicht mehr Dein Kind – kurz: TUT ETWAS gegen seine Sucht.

    Oder Du musst die Konsequenzen ziehen. Die Beziehung beenden. Du willst doch einen Partner und nicht einen unzurechnungsfähigen Suchti, oder? Du willst doch jemanden, auf den Du Dich verlassen kannst. Der DIR beisteht und DIR hilft.

    Damit Du nicht untergehst und endlich zu einem ruhigen und befriedigendem Leben findest, muss er mit seiner Sucht aufhören. Das wird er aber nur, wenn er den sog. persönlichen Tiefpunkt erreicht, also merkt, dass es so nicht weitergehen kann.

    Erst dann ist er bereit, sich helfen zu lassen. Dazu solltest Du ihm ganz klar und deutlich spiegeln, wie er sich verhält: Sage ihm, dass Du siehst, dass er noch süchtig ist, dass Dir das leid tut und Du einen verlässlichen Partner haben möchtest. Und sage ihm auch, dass Du ihn verlassen wirst, wenn er sich keine Hilfe holt.

    Du hast sicherlich auch eine Vorstellung von DEINEM Lebensweg, von Deinem Lebensglück. Mit einem noch nassen Süchtigen an Deiner Seite wirst Du es nicht erreichen. Nur mit einem trockenen, also spielfreien Mann an Deiner Seite.

    Ich würde Dir gerne etwas positveres schreiben, aber das wäre gelogen.

    Es ist ein harter Weg, es ist schwer für Dich. Das weiß ich. Meine Frau und ich können ein Lied davon singen.

    Aber es geht. Man (IHR) könnt es schaffen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft! Halte mich bitte auf dem Laufenden.

    Meine Mail ist kai.sender@suchtbericht.de

    Alles Gute,

    Kai

  21. Darf ich auf Ihren Blog in meiner Seminararbeit über Spielsucht verweisen? Ich denke, dass würde sich gut machen. Ich bin schon ziemlich am Anfang von meiner Recherche auf diesen Blog gestoßen und es hat mich ehrlich begeistert, wie Sie mit der Situation umgegangen sind und immer noch umgehen. Sie haben meinen Respekt!

    • Hallo Franziska,

      selbstverständlich darfst Du gerne auf den Blog verweisen. Je mehr dieses Thema in der Öffentlichkeit steht, desto besser!

      Ich würde mich auch freuen, von dieser Arbeit Kenntnis zu erhalten, wenn Du damit fertig bist!

      Alles Gute,

      Kai Sender

  22. Hallo Kai,
    ich vermute, dass mein Sohn spielsüchtig ist. Er wohnt allein mit einem Freund, ist kurz vor Ausbildungsabbruch und spielt auf jedenfall gern Lotto (nicht verwerflich, aber wenn man kein Geld hat…) er wettet in Wettbüros (Sportwetten). 1 Monat ohne Gehalt (da nicht hingegangen). Miete hat er nicht gezahlt und den Mietanteil seines Freundes eingesackt (wusste aber niemand) Im nächsten Monat habe ich ihm sofort den Mietanteil (seinen) gezahlt, damit er überweisen kann und sie keine Kündigung kriegen. Haben sie aber, da er 2 Monate nicht gezahlt hat. Er hatte Glück und Nachzhlg. hat Kündigung verhindert. Er fragt nicht nach Geld, aber ich habe ein komisches Gefühl. Zudem leidet er unter jahrelangen Streitigkeiten seines Vaters und mir. Verstehe ich, fühl mich ständig schuldig und nehme ihn sowieso immer in Schutz (…er kann ja nichts dafür, ich bin verantwortlich, dass es ihm so schlechtgeht….). Es fängt mit Nichterzählen an und mit Lügen hört es auf. Alles ist immer super, wenn er gefragt wird und dann kommen Ainfos der Chefs/Schule.. Er war immer sparsam und bescheiden, ist er noch. Aber er hätte nie von seinem Freund Geld genommen und auch meine sofortige Geldhilfe für die Miete hätte er umgehend für diese verwendet. Das macht mich stutzig. Könnte ich mit meiner Annahme richtig liegen?

    • Hallo,

      Ich komme gerade aus Berlin von der Fachtagung des Fachverbandes Glücksspielsucht zurück und werde Dur morgen schreiben.

      Eines vorweg: Er ist entweder süchtig oder extremst ! gefährdet.

    • So, jetzt mit etwas mehr Zeit:

      Dein Sohn zockt – es ist ja kein Spielen mehr, denn er

      bezahlt seine Verpflichtungen nicht (die Miete)
      ist kriminell geworden (er hat seinen Freund betrogen und das Geld einbehalten)
      hat seine Mutter bestohlen (von Deinem Geld hat er auch nicht seine Schulden, sondern das Zocken bezahlt)
      er lügt und verheimlicht

      Für mich sind das ganz klare Anzeichen einer Glücksspielsucht. Klarer geht es eigentlich nicht, oder?

      Von daher sollte er sich sofort professionelle Hilfe holen und zu einer psychosozialen Beratungstelle oder einer ähnlichen Einrichtung gehen.

      Das Problem wird aber sein: ER selbst sieht es nicht so.

      Jetzt kommst Du ins Spiel: Spiegele sein Verhalten und sage ihm klar und deutlich, dass er spielsüchtig ist und von Dir erst wieder Hilfe erhält, wenn er etwas dagegen tut.

      Bitte maile mich mal an: kai.sender@suchtbericht.de

      Dann können wir mehr in die Tiefe gehen.

      Alles Gute,

      Kai

  23. DANKE DIR 1000000000000000000000000000000000 mal Du hast mir sehr geholfen. ich wusste nicht wo ich stehe bis ich das alles gelesen hab, nochmal DANKE!!!!!!!!!

  24. Ein liebes Hallo an Dich,
    mit viel Aufmerksamkeit habe ich hier alles gelesen und mich als betroffene Angehörige wiedergefunden. Deine Antworten war klar und deutlich und für mich sehr hilfreich. Ich weiß jetzt das Mitleid mich nicht weiterbringt und heute werde ich ganz klare Worte sprechen. Auch mir wird versichert ich tu es nicht wieder….aber mir war es schon klar : es passiert ohne Hilfe immer wieder. Ich bin froh diese Seite gefunden zu haben, und für mich -auch wenn es weh tut…..klare Worte und Bedingungen gefunden zu haben. Vielen Dank sagt Beate

    • Liebe Beate,

      genau aus diesem Grund gibt es den Suchtbericht hier und als Buch: Damit andere, die in einer ähnlichen Situation sind, wie es meine Frau und ich waren, eine Hilfe finden, Entscheidungen treffen können und erfahren, dass der Weg zu schaffen IST!

      Ich wünsche Dir viel Erfolg mit dem, was Du Dir vorgenommen hast.

      Und melde Dich gerne bei mir, um mir zu berichten… :-)

      kai.sender@suchtbericht.de

      Alles Gute,

      Kai

  25. Hallo an alle in diesem Forum….ich bin auch spielsüchtig und möchte damit aufhören. Ich spiele seid einem halben Jahr an geldspielautomaten und habe zu anfang sehr viel verloren. Wenn ich dann mal gewonnen habe, habe ich den betrag mit dem ich ins casino gegangen bin , wieder in die Tasche gesteckt und habe nur noch mit dem gewinn weiter gespielt und mich dann darüber gefreut ,das ich von meinem geld nichts verloren habe.

    Ich habe für mich eine übergangslösung gefunden, indem ich nur noch 1 stunde vor Schließung des casinos hingegangen bin, denn dann MUSS man mit seinem gewinn nach hause und kann es nicht weiter verzocken, weil man denkt DA GEHT NOCH MEHR….

    Ich suche schon länger eine ausgleich sache, irgendwas worauf ich mich nach Feierabend freue, so wie mein mann. Er war auch spielsüchtig und spielt zum runter kommen , jeden abend so ein langweiliges Farmer spiel bei FB. Klappt bei ihm sehr gut und nu suche ich auch so was, worauf ich mich Abends freue um vom geldspielen weg zu kommen.

    Ich brauch aber auch keine Therapie, denn ich habe in dem halben Jahr trotzalledem sehr kontrolliert gespielt und weder schulden gemacht oder rechnungen nicht bezahlt.
    Hat iegend jemand eine gute idee für eiin Spiel, was ich dann lieber spiele, falls der reiz und druck zu gross wird…bin uber jeden tipp dankbar

    Mfg

  26. Hallo

    Es ist mir irgendwo schon peinlich das hier zu schreiben aber ich weiß nicht mehr weiter. Mein freund wir sind seit zwei jahren zusammen hat ein Spiel Problem am Anfang hat er mich belogen wo es nur ging. Dann hatte es aufgehört mit dem spielen. Jetzt seitdem unsere Tochter da ist fängt es wieder an. Bisher war es so das er mir immer gebeichtet hat wenn er geld verspielt hat und wenn er keins mehr hatte konnte er auch nicht spielen gehen bis vor ein paar tagen da hat er zum ersten mal die Schwelle überschritten und von meinem Konto geld zum spielen angehoben. Da hat er sich auch für geschämt mir geschworen eine terapie zu machen und traute sich noch nicht mal nach hause. Doch immer wenn ich ihn anspreche ob er einen Termin gemacht hat kommt ja mach ich da ruft keiner zurück usw er belügt mich im Moment auch wieder oft wie am Anfang der Beziehung. Wir haben oft Streit deswegen und ich mecker viel über die Situation das er keine Arbeit hat und So viele Schulden die allerdings nicht vom spielen. Wir sind ne Patchwork Familie mit vier Kinder ich hab zwei jungs er einen und zusammen haben wir eine kleine Tochter. Manchmal denke ich er ist überfordert mit allem oder ich schenk ihm nicht mehr genug Aufmerksamkeit wenn wir drüber reden kommt er nämlich immer damit das er spielen geht weil wird ja keine zeit mehr für einander haben und ich mich nur noch für dir Kinder interessiere. Ich weiß nicht mehr weiter.

    • Hallo Nadine,

      Du weißt nicht mehr weiter, das kann ich verstehen. Ich sage Dir ganz klar: Dein Freund ist definitiv spielsüchtig. Und Du brauchst jetzt Hilfe, die Du Dir in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige holen kannst oder bei einer psychosozialen Beratungsstelle – die heißen oft anders, aber es gibt halt Stellen, wo Therapeuten und Psychologen sitzen.

      Die können Dir Deine Fragen beantworten und auch erst einmal eine Hilfestellung für Dich geben. Denn anscheindend bist Du die typische Angehörige eines Spielers: Du suchst ja sogar die Schuld bei Dir, wenn Du sagst „Manchmal denke ich er ist überfordert mit allem oder ich schenk ihm nicht mehr genug Aufmerksamkeit wenn wir drüber reden kommt er nämlich immer damit das er spielen geht weil wird ja keine zeit mehr für einander haben und ich mich nur noch für dir Kinder interessiere.“

      Es ist SEINE Krankheit, ER sollte eine Therapie machen und er muss sich JETZT Hilfe holen. Sonst geht er unter und reißt Dich und Eure Familie mit.

      Also sage ihm ganz deutlich, was Du von ihm erwartest, stelle ganz klare Anforderungen und sage ihm auch, dass Du Konsequenzen ziehen wirst, wenn er nichts gegen seine Sucht tut – und zwar noch VOR Weichnachten und nicht irgendwann…

      Und entziehe ihm den Zugang zu Deinem Konto, gib acht auf Dein Geld und auf ALLES, was sich zu Geld machen lässt… Du kannst ihm im Moment nicht vertrauen und das musst Du ihm auch sagen. Es braucht jetzt eine Zeit, in der Du Dich selbst schützt. Die Schonzeit ist vorbei!

      Alles Gute,

      Du kannst mir gerne schreiben: kai.sender@suchtbericht.de

  27. hallo kai,
    ich bin auch seit 4j. spielsüchtig, alles was du geschrieben hast, trifft zu.
    möchte aufhören zu spielen, bin seit 3monaten nicht mehr in die spielhalle gegangen,
    am anfang hatte ich entzugserscheinungen, die sich aber jetzt so langsam lösen.
    frage an dich, soll ich mir noch hilfe bei einer selbshilfegruppe holen?

    • Hallo Edelgard,

      Deine Frage wirst Du ja nicht ohne Grund stellen. Du denkst darüber nach, Dir weitere Hilfe zu holen. Ich kann es Dir nur empfehlen.

      Besuche eine Selbsthilfegruppe – schaden kann es ja nicht.

      Die Selbsthilfegruppe ist wie eine Art Medizin: Sie erinnert Dich immer an Deine Krankheit und hält Dich wach. Außerdem lernst Du das eine oder andere über unsere Krankheit. Und Du selbst kann anderen Rat geben.

      Ich finde das sehr wichtig und kann es Dir nur empfehlen!

      Viel Erfolg!

      Kai

  28. Mein freund speil aber kein glücksspeil sondern am pc und das tag und nacht aber er belùgt mivh auch ist auch speil sucht ???

  29. Hallo Kai,
    zuerst einmal bin ich froh, auf deine Seite gestoßen zu sein.
    meine Tochter hat mit großem Entsetzen festgestellt, dass ihr Freund spielsüchtig ist. All deine Aufzählungen treffen auf ihn zu. Täglich nach der Arbeit und am Wochenende sogar vormittags und nachmittags, zieht es ihn ins Wettbüro Sportwetten abgeben. Meine Tochter hat durch Zufall einmal Wettscheine gefunden, die aus der Hosentasche fielen. Daraufhin wurde sie stutzig. Auf Nachfrage wurde er böse und Beschuldigte sie als krank und respektlos. Daraufhin ist sie natürlich misstrauisch geworden und hat angefangen zu suchen. Täglich befinden sich neue Wettscheine in der Geldbörse sowie Geld in unterschiedlicher Höhe (einmal waren es sogar 800€, die am nächsten Tag wieder weg waren). Augrund dessen hat sie sich auch täglich ans Wettbüro gestellt und ihn auch gesehen. Spricht sie ihn darauf an, wird er böse und ausfallend, streitet alles ab, hat die abenteuerlichsten Ausreden und beschimpft sie zuguterletzt als krank und respektlos. Er lügt, dass sich die Balken biegen.
    Sie ist körperlich und seelisch an ihrer Grenze. Ich weiß nicht wie ich ihr helfen kann und bin auch total verzweifelt.
    Die beiden sind erst vor zwei Monaten zusammengezogen und alleine kann sie die Wohnung nicht halten. Man kann in keinster Weise mit ihm im ruhigen reden und ich habe Angst, dass die Situation bald eskaliert.
    Er unternimmt nichts mehr mit ihr, kommt nachhause und schaut sofort ins Handy, wahrscheinlich verfolgt er die Wettergebnisse. Einen Kredit hat er auch heimlich aufgenommen. Auf Nachfrage natürlich alles abgestritten.
    Wie kann ich ihr nur helfen?

  30. Hallo Kai, wir sind mit meinem Mann seit 2006 zusammen und seit 2012 verheiratet.das er lotto spielt weis ich denn das ist meistens auch immer samstags wenn wir gemeinsam unterwegs sind, aber auch so wenn er lotto spielt bringt er das lottoschein und verheimlicht es nicht.dieses jahr im februar wurden von seinem Konto 1000euro abgehoben als ich ihn gefragt habe hat er gesagt das er es ausgegeben hat.wir haben die gleiche schicht.eingekaugt hat er nichts sonst műsste ich es ja als frau merken. Ich weis bis heute immer noch nicht wo die 1000 euro sind.haben ihn bis jetzt noch nie beim spielen erwischt.hab auch őftersmal spioniert – kein ergebnis.aber irgendetwas stimmt da nicht!! Ich hab von seinem lohn ein dauerauftrag machen lassen auf mein konto das regelmässig auch auf mein konto drauf ist.aber irgendwie vertraue ich ihm nicht weil ich weis das er mit geld nicht richtig umgehen kann.er hat seit 2 jahren einen festen job und einmal im jahr bekommen sie auch eine gute prämie sowie ende april auch.seine lohnabrechnung hatver gezeigt.davon tun wir so viel auf die seite zum sparen hat er auch gesagt schőn und gut, am samstag waren wir einkaufen, dann hat er mich zu hause abgelassen und meinte das er zuseinen kumples geht.es war so gegen 22 uhr.als er weggefahren ist.so gegen 1 uhr schrieb ich das er nach hause kommen sollte, war unruhig weis nicht warum.habe ständig angerufen er ist nicht ran gegangen.viele sma geschickt nicht geantwortet.dann irrendwann mal um 03.40 hat er zuruck gerufen er sei unterwegs.als ich ihn fragte wo er war meinte er meine nachricht hätte ihn nicht gefallen deshalb hat er nicht geantwortet und ist deshalb spat los .aha dachte ich irgedetwas stimmt hier nicht.montag mittag als er von der arbwit kam hab ich ihm gesagt das er mit mir zur bank gehen soll weil ich sein kontoauszug sehen mochte, ohne widerrede ist er mit.karte eingesteckt „keine neuen Kontoauszuge vorhanden“ frag ihn wie das sein kann samstag waren wir einkaufen da musste es ja abgebucht sein, dann war er mir klar das er es untwegs in einer bank ausgedruckt und entsorgt hat.als ich sein kontostand ansehen wollte waren 4000euro drauf 3000e hat er sofort abgehoben und mir zum. Sparen gegeben alles schon und gut.laut den kassenbelegen von samstag die ich zusammen gerechnet habe fehlen 1000 euro ??? Ich frag ihn er gibt mir kein antwort du hast falsch gerechnet sagt er.ich wollt seine bankkarte weil ich bei der bank sehen kann wo und wiviel er abgehoben hat er gibt mir die karte nicht und sagt das ich ihm vertrauen muss.heute schau ich in sein geldbeutel die karte ist nicht drin womoglich hat er es versteckt,aber wieso? Muss ich mir sorgen machen??bitte um hilfe

    • Hallo meine Liebe,

      ich komme jetzt nicht so ganz dahinter, wie Du darauf kommst, dass er spielsüchtig ist?

      Du fragst, ob Du Dir Sorgen machen musst. Aber das musst Du zu einhundert Prozent, denn offensichtlich ist Eure Ehe so, dass Ihr nicht in der Lage seid, fürsorglich miteinander umzugehen. So, wie Ihr miteinander umgeht, ist das ein Hinweis auf Heimlichkeiten, Misstrauen und Verletzungen, die zwischen Euch stehen.

      Lotto spielen, zumal es nicht heimlich gemacht wird, ist erst einmal relativ unkritisch.

      Das einzige, was Euch bleibt, ist unbedingte Ehrlichkeit und ein füreinander sorgen. Meine Frau und ich haben das auch gelernt, das kannst Du ja auch in unserem Buch nachlesen, wo wir beide jeweils aus unserer Sicht berichten. Ich denke, das wäre für Euch ganz gut. Und zwar für Euch beide.

      Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. :-(

      Alles Gute,

      Kai Sender

  31. Hallo Kai, ich las gerade einige Berichte über Spielsucht und deine Kommentare dazu. Ich mache mir seit einigen Wochen Gedanken darüber ob mein Mann spielsüchtig ist. Er kommt abends spät nach Hause und erzählt mir dann dass er so lange gearbeitet hätte. Meine Tochter erzählte mir dass er in Spielhallen spielt. Ich fahre seit einigen Tagen zu dieser Spielhalle hin und schaue ob sein Auto dort steht. Jedesmal wenn ich geschaut habe stand sein Auto dort und er serviert mir kurz und knapp dann die Lüge dass er so lange gearbeitet hat wenn ich frage wo er so spät herkommt. Auf seinem Lohnzettel stehen allerdings keine „Überstunden“ drauf. Er arbeitet nebenbei und verzockt alles Geld das er dabei verdient. Wenn das Geld weg ist dann ist er plötzlich jeden Tag pünktlich um fünf Uhr zu Hause. Sonst um 9 Uhr oder später. Ich habe ihn noch nicht auf sein Verhalten angesprochen weil ich mir erst sicher sein will ob er tatsächlich immer in der Spielhalle ist. Vor ca. 10 Jahren verlangte er einmal 10.000 Euro von mir weil er die Spielkasse seines Vereins verzockt hat. Ich hielt es damals für eine einmalige Geschichte. Doch inzwischen habe ich den Eindruck dass er seine Spielsucht nur sehr geschickt verborgen hat. Ich möchte mich an eine Suchtberatungsstelle wenden weil ich das Gefühl habe dass mir der Boden unter den Füssen weggerissen wird. Bitte schreibe mir eine Antwort ob ich das machen soll. Heidi

  32. Hallo kai.
    Mein Mann ist spielsüchtig seit ich ihn vor 8 jahren kennengelernt habe. Erst automaten . Dann fussball wetten. Von den Automaten kam er weg. Aber von den fussball wetten nicht. Immer wieder gab es streit und es fehlte das geld. Er lügte viel und tut es immer noch. Wir haben 3 kinder und sind seit 1 jahr verheiratet. Nun habe ich ihn wieder dabei erwischt das er zockte. Er war total sauer und gibt mir die Schuld an allen. Er will nun die Scheidung und sagt es gehe mich alles nichts an. Was soll ich nur tun.
    Lg stefanie

  33. Hallo Kai,
    hoffe,es geht dir soweit gut. Ich bin seit 2,5 Jahren mit meinem Freund zusammen, wir haben ein Baby bekommen, drei Monate alt.
    Mein Problem ist, dass ich jetzt verstanden habe, dass mein Freund spielsüchtig ist, tipwetten…
    erst bin ich nicht so dahinter gekommen wie ernst es tatsächlich ist. Fand es sogar toll, was man sich mit dem Gewinn alles leisten konnte. Aber dann fünf es an, dass er das zurückgelegte Geld heimlich von der Bank holt, nachts um 2 Uhr. Mich und seine Mutter spielt er gegenseitig aus, leiht sich bei und Geld, was er dann natürlich verzockt.
    Er hatte sich bei tippico sperren lassen, hat sich dann aber über mich angemeldet. Ich war auch erst einverstanden, aber bei den Summen, die da übern Tisch gehen, klingeln bei mir sämtliche Alarmglocken. Ich habe ihn aufgefordert, meine Daten zu löschen, hat er auch getan. Ich bin zur Bank gefahren und habe sämtliche pins geändert. Wir haben demnach kein gemeinsames Konto und er kommt auch nicht an meinem Geld. Ich denke ich habe die Situation schon sehr gut erkannt.
    Aber seine Mutter unterstützt die Spielerei noch, sie steckt so viel Geld in ihn hinein, wenn sie nicht aufpasst, ruiniert sie sich.
    Heute war sie bei mir als mein Freund arbeiten war. Ich habe ihr den Kopf gewaschen und gesagt, dass wir uns zusammentun müssen und keiner nachgeben darf, wenn es um die Frage geht, ob er noch bisschen Geld bekommen kann. Er lügt bis sich die Balken biegen…
    Meine Frage ist nun, was können wir tun, um meinem Freund begreiflich zu machen, dass er süchtig ist??!
    Ich möchte meine kleine und noch sehr frische Familie nicht sofort auseinander bringen. Ich hatte natürlich eine ganz andere Vorstellung von dem ganzen.

  34. Hallo Ute,

    zuerst einmal möchte ich Dir gratulieren, denn DU hast es offenbar verstanden, wie man sich einem Spielsüchtigen gegenüber schützt.

    Ich freue mich, dass Du die Kontozugänge geregelt hast. Gib bitte auch acht auf Dein Sparbuch und ALLES, was sich irgendwie zu Geld machen lässt.

    Es ist auch hervorragend, dass Du Deiner Schwiegermama den „Kopf gewaschen“ hast. Das ist leider keine sehr schöne, aber doch wichtige Maßnahme.

    Nun zu Deiner eigentlichen Frage: „was können wir tun, um meinem Freund begreiflich zu machen, dass er süchtig ist??!“

    Du kannst ihm helfen, indem Du ihm sagst, was Du denkst und was Du dabei fühlst.

    KLARHEIT UND WAHRHEIT sind jetzt wichtig.

    Sage ihm, dass Du WEIßT, dass er süchtig ist. Dass es Dir leid tut. Das es Dir weh tut. Und bitte ihm um die Chance, ihm helfen zu können.

    In unserem Buch haben meine Frau und ich von dieser Zeit bei uns erzählt. Ich war im Krankenhaus, auf der geschlossenen Abteilung (in der „Klapse“ :-) ) und wachte auf mit dem Gedanke ans Spielen.

    Ich dachte, das kann doch nicht sein. Nach allem, was Du getan hast, hast Du immer noch Spieldruck? Ich beschloss, mein Leben neu aufzubauen. Der erste Baustein sollte die Ehrlichkeit sein – die bei ausnahmslos jedem Süchtigen baden geht. Süchtige lügen, betrügen und hintergehen immer und alle und alles und sowieso …

    Als meine Frau zu Besuch kam, zwang ich mich, ihr von dem Spieldruck zu erzählen. Sie sagte mir zwei Sätze, die unendlich wichtig für mich waren:

    1. Ich danke Dir, dass Du mir die Wahrheit sagst, denn nur so kann ICH reagieren.

    2. Wenn Du noch einmal spielst, und sei es um 10 Euro, dann VERspielst Du mich.

    Diese Klarheit hat mir geholfen, den Weg in die Therpie zu gehen.

    So solltest Du auch vorgehen. Mache ihm keine Vorwürfe – er ist krank und unfähig, mit bestimmten Situationen im Leben gesund umzugehen (Gefühle) – er hasst sich deswegen selbst, er hat kein Selbstwertgefühl, er schämt sich usw usw

    Stelle ihm aber Bedingungen: Entweder Du holst Dir Hilfe (und dann stehe ich Dir zur Seite) oder wir trennen uns.

    Denn eines musst Du wissen: Sucht ist zwar eine Krankheit, aber kein Schnupfen, sondern EXISTENZBEDROHEND!

    Seine Sucht kann nicht nur ihn, sondern auch Dich in den Abgrund stürzen. Das geht blitzschnell.

    Sei also klar und wahr, VERLANGE nicht bitte von ihm, etwas zu unternehmen.

    Beratung in einer psycho-sozialen Beratungsstelle, einer Suchtberatung oder einer Selbsthilfegruppe.

    Und keine Ausreden zulassen.

    Du kannst mir gerne mailen: kai.sender@suchtbericht.de

    Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute!

    Kai

  35. Hi Kai ich habe einen Freund von dem ich glaube das er süchtig ist Ich weiß ja nicht hier geht es ja eher um Poker und so weiter mein freund macht Sportwetten und dann bin ich sogar schuld wen er verliertes dreht sich alles um die wetten viele Anzeichen hab ich gesehen wie nicht wie ich damit umgehen soll wenn er dann noch seine Wut an mir auslässt er ist nur gut drauf wen er gewonnen hat ich weiß nicht was ich machen soll vielleicht haben sie einen Rat für mich

    • Hallo meine Liebe,

      ob Poker, Automaten oder Sportwetten – das alles zählt zur Glücksspielsucht. Bei dem, was Du schilderst, liegt es sehr nahe, dass Dein Freund glücksspielsüchtig ist. Noch dazu lässt er seine Wut an Dir aus.

      So jemand hat es nicht verdient, dass Du bei ihm bleibst.

      Entweder er hört auf mit der Sucht, holt sich Hilfe – und zwar SOFORT – und beginnt mit dem Besuchen einer Selbsthilfegruppe und beantragt vielleicht sogar eine Therapie – oder Du trennst Dich von ihm. Denn DU hast schließlich das Recht auf Dein eigenes Lebensglück. Oder willst Du nur ein geduldetes Anhängsel sein, an dem man seine Wut auslassen kann, wenn man seiner Sucht genüge getan hat?

      Im Umgang mit Süchtigen hilft kein Diskutieren, kein Bitten oder Flehen – im Umgang mit uns Süchtigen hilft nur, klar und knallhart Bedingungen zu stellen. Und wenn die nicht erfüllt werden, dann muss man Konsequenzen ziehen.

      Wenn Du magst, können wir gerne mal telefonieren. Schreib mir einfach an kai.sender@suchtbericht.de

      Ich wünsche Dir alles Gute!

      Kai

  36. Hallo Kai,

    ich habe ein Problem!

    Nachdem ich am Anfang des Jahres von meiner Partnerin erwischt wurde online Spiele zu spielen hat sie mir die Pistole auf die Brust gesetzt, wenn ich nicht aufhöre oder beim nächsten mal verlässt sie mich. Es ging eine Weile gut nur wurde ich diesen Monat rückfällig und habe ein Haufen Geld verzockt. Ich habe den festen willen aufzuhören habe aber Angst es meiner Frau zu sagen, weil sie sehr Konsequent ist und mich höchst wahrscheinlich verlassen wird. Ich habe totale Angst davor. Verschuldet bin ich noch nicht, weil irgendwie der Verstand immer wieder einsetzt und ich dann auch mit viel Ablenkung und harten innerlichen Kampf eine Zeit lang ohne auskomme. Nur streiten wir mal oder irgendeine unbequeme Situation ist vorhanden, werde ich um mich abzulenken Rückfällig!
    Hast Du einen Tipp für mich? Ich weiß ich muss dazu stehen…..

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.