Glücksspielsucht, Spielsucht, Therapie - mein persönlicher Blog über meine Glücksspielsucht und meinen Umgang mit ihr. Über meine stationäre Therapie, die Hilfe meiner Frau, meine Selbsthilfegruppe für Glücksspielsucht und mein neues Leben!

Selbsttest Glücksspielsucht

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Die Frage "Bin ich glücksspielsüchtig" ist relativ leicht und schnell zu beantworten. Echt!

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Bist Du glücksspielsüchtig? Bist Du abhängig?

Beantworte Dir selbst ein paar Fragen. Dann findest Du es heraus.

Autor: Kai Sender

Ich bin spielsüchtig und alkoholsüchtig. Trocken bin ich seit 22 Jahren, spielfrei seit sechs Jahren. 2011 habe ich eine stationäre Therapie in der Fachklinik St. Marienstift - Dammer Berge GmbH - 49434 Neuenkirchen gemacht. Hier schreibe ich über meine Spielsucht und Alkoholsucht, meine Therapie und meine Gefühle und über das, was ich über mich und meine Sucht lerne. Du findest mich auch auf Google Plus, Facebook und Twitter. Außerdem kannst Du mir gerne mailen.

3 Kommentare

  1. Ich bin spielsüchtig und komplett am Ende.wir haben heute den 1.3. Und ich bin pleite. .jetzt liege ich hier rum und bemitleide mich selbst. Ich bin nicht doof aber diese Sache mit dem spielen macht mich dazu. Ich habe ca 60000 Euro verzockt.Freunde und Familie belogen und trotzdem nachdem ich alles erzählt habe stehen die noch zu mir.. ich war letztes jahr beim Therapeuten aber war weder ehrlich zu ihr noch zu mir. .jetzt ist es soweit das kreditraten geplatzt sind und ich den Unterhalt für meinen geliebten Sohn nicht bezahlen kann. .tiefer geht es nicht mehr. .Selbstmord Gedanken ..dazu bin ich aber zu feige und mir ist das leben zu wichtig. .nur es muss wieder eines werden was sich lohnt! Ich habe mich heute an eine Suchtberatung gewendet und um Hilfe gebeten. Ich glaube das einzige was mir noch helfen kann ist eine stationäre Therapie. Jetzt meine Frage . Kann ich ich eine solche Therapie machen ? Steht die mir zu? Muss ich die selbst bezahlen? Erfährt mein Arbeitgeber davon? Ich weiss gar nicht ob ich mit meinem Text hier richtig bin aber diese Seite scheint mir sehr real zu sein ..auch dein Buch würde mich interessieren aber das Geld dafür habe ich leider verzockt !!!

    • Hallo Dan,

      es ist gut, dass Du Dich an eine Suchtberatung gewendet hast. Die werden Dir auch sagen können, wer Dir eine stationäre Therapie bezahlt. Dein Arbeitgeber erfährt natürlich, dass Du eine REHA machst, Du musst ihm aber nicht sagen, worum es dabei geht.

      Allerdings: Warum noch weiterlügen? Du bist krank und hast keinen Charakterfehler. Also fange jetzt an, ehrlich zu sein und die Dinge in die Hand zu nehmen.

      Dir alles Gute,

      Kai

  2. Es find alles vor fünf Jahren an. Lange vorher habe ich mich in meiner Freizeit mit Computer und Konsolen Spielen beschäftigt. Ich wusste damals noch nicht einmal das man, außer Lotto oder in „Las Vegas USA“, um Geld spielen kann. Es Hat mich auch nie wirklich interessiert. Ein Freund nahm mich vor fünf Jahren das erste Mal mit in eine Spielhalle, für mich war das ganze sehr aufregend und neu. Es war für mich eine neue Art des Spielens im Allgemeinen. Ich Spielte vorher nur an Konsolen und Computern, und auch nur Spiele die eine Geschichte haben oder bei denen ich mit anderen Spielern zusammen spielen konnte. Als wir in die Spielhalle gingen, beobachtete ich was mir mein Freund dort zeigte. Er Steckte Geld in einen dieser Automaten. Setzte einen Einsatz und drückte den Knopf. Ein paarmal drückte es und drehte somit die Spins. Dann Klingelte der Automat sehr laut. Er gewann Freispiele. 10 Freispiele bekam er in denen ehr kostenlos drehen durfte ohne das es ihn etwas gekostet hat. Während dieser Freispiele gewann er ein paar Hundert Euro. Für mich war es unbegreiflich wie das funktioniert hat. Wenn es so einfach ist, dachte ich mir, stecke ich doch auch mal etwas Geld mit in den Automaten. Auch ich gewann etwas mehr Geld, es löste jedes Mal ein Glücks Gefühl in mir aus wenn der Automat anfing zu Klingeln und ich sah das mein Geld Speicher größer wurde. Am Anfang ging ich nur einmal im Monat in eine Spielhalle, ich wusste Natürlich das nicht jeder immer gewinnen wird. Denn sonst würde der Betreiber dieser Automaten gar nichts verdienen. Unabhängig ob ich gewann oder verlor, ging ich ein bis zweimal die Woche in eine Spielhalle, mir viel auf das ich die Menge der Spielhallen die es gibt, nie bemerkt habe. Überall an jeder Ecke gibt es Spielhallen. Von außen betrachtet, waren die immer stark beleuchtet in Bunten Farben. Sie wirkten immer verlockender auf mich. Vor 3 Jahren dann kam der erste große Knall, ich hatte mir gedacht, wenn ich mehr Einsatz mit bringe werde ich auch mehr gewinnen. Ich brachte also meine Monats Miete mit in die Spielhalle, ich steckte immer mehr Geld in die Automalten, Spielte an zwei Automaten gleichzeitig. Ich hoffte das ich bald mal den großen Gewinn bekomme, der blieb aber aus. So verspielte ich all mein Geld das ich für einen Monat zum Leben hatte. Da ich nichts zum Essen mehr hatte, fing ich an mir Geld zu leihen. Auch das verspielte ich, denn ich war überzeugt das ich gewinnen werde. Als ich mir kein Geld leihen konnte, aber der Hunger mich klagte, fing ich sogar an Flaschen zu sammeln. Während ich das tat, hatte ich schon diesen Gedanken das es einfach nur Pech war. Das ging ein halbes Jahr lang, ich verlor meine Wohnung da ich meine Miete nicht mehr Zahlen konnte, so saß ich auf der Straße. Ich merkte das etwas gewaltig schief gelaufen war, und somit beschloss ich erst mal wieder auf die beine zu kommen bevor ich an das Spielen nur weiter denke. Vor 2 Jahren, nach dem ich alles in meinem Leben wieder in den Griff bekam und ich auf eine Freundin fand, fing das Spielen wieder an. Ich Spielte mit meinem Lohn, nicht alles aber ein paar Hundert Euro waren es schon. Als ich kein Geld mehr hatte, nahm ich das Geld meiner Freundin. Auch das was sie Gespart hatte. Nach dem wir mehrfach deshalb streit hatten und wir unsere Beziehung mehrfach auf Eis legten, wurde mir klar das ich Hilfe brauchte. Am Anfang nahm ich an einer Selbsthilfe gruppe teil, danach war es dann so das ich nicht mehr zu der Gruppe ging sondern eher den weg in die Spielhalle. Ich wusste das Ich Hilfe brauche, aber das Spielen war mir wichtiger. Ich ging soweit das ich das gemeinsame ersparte verspielte während meine Freundin im Urlaub war. Ich beichtete Ihr schnell was geschehen ist, suche mir erneut Hilfe in einer Selbsthilfe Gruppe. Vor 5 Wochen hatte ich einen erneuten Rückfall, wir haben darüber gesprochen.
    Jetzt, wo es uns finanziell nicht mehr gut ging, setzte meine Freundin ein Zeichen, Sie Setzte mich vor die Tür.
    Das hat mir die Augen geöffnet. Ich setze jetzt meinen Arsch so stark in Bewegung das ich alles tue um das einzige zu gewinnen das man im leben gewinnen muss. Die liebe seines Partners und das Gefühl das wichtigste im Leben zu gewinnen. FAMILIE.
    Deshalb sage ich hier und jetzt, und Verspreche meinen Liebsten das ich diese Krankheit besiege, den ich will mein Leben zurück.
    Ich rate jedem, schon am Anfang auf sich zu schauen und bei dem Ersten Anzeichen einer Sucht, die Probleme verursacht, das Spielen auf zu hören. Macht alle einen Bogen Um das Glücksspiel. Es verursacht nur Ärger Probleme und macht dich einsam.
    Ich gehe jetzt zu zwei Selbsthilfe gruppen, und dieses Problem intensiv zu bearbeiten.

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