Glücksspielsucht, Spielsucht, Therapie - mein persönlicher Blog über meine Glücksspielsucht und meinen Umgang mit ihr. Über meine stationäre Therapie, die Hilfe meiner Frau, meine Selbsthilfegruppe für Glücksspielsucht und mein neues Leben!

Irgendwann kommt der Tag an dem er wieder da ist

Dies schreibt Melanie, die Verlobte Norberts, meines spielsüchtigen Zimmerkollegen hier in der Fachklinik St. Marienstift Dammer Berge in Neuenkirchen:

Wer weiß wohin dich der Weg führt; denn der Weg ist sehr lang. Doch letzten Endes ist der Weg das Ziel!

Das ist ein Zitat aus meiner neuen Lieblingserie, diese Serie sehe ich erst, seitdem ich mit meinem Verlobten zusammen bin, naja eigentlich hat Norbert mir die Serie erst schmackhaft gemacht bei der ersten Heimfahrt aus dem Marienstift. Mein Verlobter ist der Grund, warum ich das hier schreibe, ihm schenke ich den Titel, damit er mich anders versteht.

Als ich ihn kennengelernt habe, war ich am tiefsten Punkt des schwarzen Lochs angekommen, mein Leben sah kein Licht mehr, längst nicht mehr verstanden gefühlt, keiner war da, mit dem ich reden konnte, weder Mutter noch Vater. Nur meine Tante, mit der konnte ich reden und sie gab mir die nötige Kraft, um irgendwie jeden weiteren Tag zu ertragen, ja Ertragen, denn mehr war es nicht, Lachen war ein Fremdwort geworden, Tränen mein Altag. Bin ich nicht ein Mamakind? Jawohl, ich liebe meine Mama, aber wo war sie? Sah sie denn nicht, wie ich gelitten habe? Ich weiß es nicht, sie ist meine Mutter und ich will sie nicht kritisieren.

Der Tod hat im Leben von Melanie und Norbert eine tiefe Bedeutung
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Ich fange erstmal im Sommer 2010 an, dem Sommer, wo Norbert auch seinen Vater verlor und ich eigentlich meine Mutter. Bei meiner Abschlussfeier der Fachoberschule habe ich Hanni das letztemal gesehen. Das letzte, woran ich mich gerne erinnere, ist das Hanni zu mir sagte, dass ich gut aussehe. Eine Woche später rief Annika, meine beste Freundin damals, an und sagte mir, dass ihre Mutter, meine zweite Mutter, die sich eigentlich die letzten Jahre immer mehr um mich gekümmert hat und den Platz für Mama eins eingenommen hatte, zusammengebrochen ist und auf dem Weg ins Klinikum nach Osnabrück sei.

Zu diesem Zeitpunkt war ich grade bei Freundinnen und wir feierten den Sieg der deutschen Nationalmannschaft. Wohin mit meinen Gedanken? Was sollte ich überhaupt denken? Was wird jetzt passieren? Soll ich auch nach Osnabrück fahren? Das sind nur einige Fragen, die mir damals durch den Kopf gingen. Im Endeffekt bin ich nicht zu Hanni gefahren, kein einziges Mal in den Vier Wochen, in denen Hanni dort gelegen hat. Ich habe einfach verdrängt, dass es schlecht um sie steht, die Zeit habe ich mit Freundinnen verbracht um mich abzulenken, das ist etwas was, ich mir immer wieder vorwerfe, aber die Zeit kann man nicht zurück drehen, leider nein, aber ich kann mich an die Guten Tage, an die Nähe, die Wärme, die Geborgenheit, die Hanni mir schenkte, erinnern, an jeden schönen Tag, jedes schöne Wort, das sie mit mir sprach. Über Jahre war sie da, wenn ich sie brauchte! Ich hatte mit ihr eine richtige Mutter-Tochter-Beziehung, sie gab mir das, was meine Mutter mir bis heute verwehrt!

Ich war am schlafen, als mein Handy klingelte und klingelte, es war Annika, die mich versucht hatte anzurufen, doch ich bemerkte erst am anderen Morgen, das sie fast 20 mal versucht hatte mich anzurufen. Ich wählte sofort Annikas Nummer und versuchte sie zu erreichen, doch sie meldete sich nicht und ich rief ihren Vater an. Als mir ihr Papa sagte, dass Hanni in der Nacht Hirninfarkte hatte, sie jetzt im Sterben liege und man nur noch warte, bis ihr Herz aufhöre zu schlagen, habe ich endlich begriffen, was über Wochen ganz langsam passiert war und es brach meine Welt zusammen. Wieder fragte mich Annika, ob ich mit nach Osnabrück fahre um mich zu verabschieden, ich konnte einfach nicht. Abschied nehmen ist etwas, was ich gar nicht kann. Das war mir schon im Kindergarten bewusst, wenn ich jeden Morgen ohne Mama aus dem Auto ausstieg, um mich nicht im Kindergarten von ihr verabschieden zu müssen.

Keine 24 Stunden nach den vergeblichen Anrufen von Annika hat Hannis Herz aufgehört zu schlagen.

Die Trauerfeier habe ich nicht mehr gut in Erinnerung. Ich habe Gott verflucht, ihm gesagt, dass er total scheiße ist und dafür wurde ich auch noch von meiner leiblichen Mutter angemeckert, anstatt das sie mich einfach nur in den Arm nimmt. Hannis Lieblingslied wurde gespielt und als die Sargträger den Sag, in dem Hanni gelegen ha,t hinaustrugen, musste ich gehen, ich konnte nicht mehr! Ich flüchtete zu den Parkplätzen, einerseits um nicht diese Bilder zu sehen, andererseits wusste ich, dass Annika dort auch hin kommen würde und so konnte ich sie direkt in den Arm nehmen. Ich hatte Angst um sie, ich wusste, dass sie nicht so stark ist, wie sie immer tut, aber ihr Freund war ja da.

Damit fing mein Leiden an, es war immer da und verschwand nicht, weder morgens noch abends, es verfolgte mich in meinen Träumen. Ich hatte nicht ein einziges Mal die Möglichkeit, mit meiner besten Freundin über ihre und unsere Mutter zu trauen. Meine Ausbildung fing in der Firma an, wo ich auch schon ab und zu vor Hannis Tod gejobbt hatte und meine Mutter arbeitet dort auch, mein Chef wurde seit dem ersten Tag, an dem ich dort als Lehrmädchen anfing, richtig fies zu mir. Eine neue Schulklasse kam auf mich zu, jede Menge fremde Leute, die bis heute nicht die Melanie kennen gelernt haben, dei ich eigentlich bin.

Drei lange Monate habe ich fast alleine gekämpft, versucht, nicht in meinem Tränenmeer zu ertrinken. Bis dann eine Schulfreundinn kam, die mir unbedingt diesen Kumpel von ihrem Freund vorstellen wollte. Der würde perfekt zu mir passen, nicht solche Versager wie meine Ex- Freunde, hat sie gesagt. Der hat einen Job und klare Ziele vor Augen, ist politisch aktiv und sieht gut aus. Ich hatte Angst, große Angst, dass es nicht der richtige Zeitpunkt sei, um jemanden an mich heran zu lassen, drei Monate ließ ich bis auf meine Tante, die auch nur ein bisschen, keinen mehr an mich ran, eigentlich fragte auch keiner richtig, wie es mir geht. Ich hatte Albträume, starke psychische Probleme, fühlte mich konstant schlecht und fing an Depressionen zu bekommen.

Meine Schulfreundin gab mir ein paar Tage später seine ICQ-Nummer und den Vermerk, dass ich mich bei ihm mal melden soll. Ich hatte mich auf Desinteresse seinerseits eigestellt, sobald er mich sehen würde, Selbstbewusstsein hatte ich schon lange nicht mehr.

Es kam anders. Die Nachrichten über ICQ oder die SMS, die wir schrieben, waren alles andere als Desinteresse. Er war interessant, liebevoll und absolut sympathisch und er wollte sich mit mir treffen. Unglaublich, wie aufgeregt ich an diesem Samstagabend war. Zwei Stunden bevor wir unser Date hatten, schrieb ich schon ganz wild mit meiner Tante und ich wusste gar nicht mehr, wohin mit mir oder was ich anziehen sollte, schließlich wollte ich ihn beeindrucken. Nicht zu wenig, es war kalt, wir wollten doch erst in ein Café und dann vielleicht zu ihm noch einen Film gucken.

Um 19. 30 Uhr, eine halbe Stunde, vorm Datebeginn stand ich vor dem Café, es war kalt und längst dunkel und mein Kopf rauchte förmlich vor Gedanken: wird er mich mögen? Sehe ich gut aus? Hat er mich nur verarscht? Kommen seine Freunde mit und lachen mich aus? Wie käme ich darauf, das er sich mit mir trifft?

Als er dann kam, die Hände in der Hosentasche, sah er mich an und gab mir seine rechte Hand zur Begrüßung, da geschah es schon, ich war total verzaubert von ihm.

Ich war viel zu bezaubert, als dass ich ein vernünftiges Gespräch anfangen konnte, es war kalt und da wir beide Raucher sind, saßen wir draußen. Ich erinnere mich noch genau an seine wunderschönen braunen Augen, sie musterten mich ganz genau, das spürte ich. Wir tranken beide ein Getränk und als ihn die Kälte zum zittern brachte, gab er mir Geld zum Bezahlen mit und ja, vor lauter Aufregung stolperte ich über die Stufe und ich hätte mich auch fast auf die Nase gelegt. Wie peinlich, hatte er es auch gesehen? Was denkt er jetzt von mir? Trotzdem sind wir danach zu ihm gefahren und die ganze Fahrt dachte ich daran, was gleich passieren würde.

Bei ihm angekommen, guckten wir einen Film. Naja, Film gucken kann man es nicht nennen, denn wir redeten und redeten, dann nahm er sein Handy und schrieb meiner Schulfreundin, dass sie die Allerbeste sei, dabei sah ich ihm zu und ich war ganz ganz nah an ihm, er schaute mich an und küsste mich ganz zart und vorsichtig. Ich erwiderte diesen ersten Kuss und ab da an war ich verliebt – und wie verliebt.

Es tat gut neben ihm zu sein und ich habe ihm viel erzählt und er mir auch. Er sprach von seiner Fastfreundin, die ihm so verdammt weh getan hatte, von den ganzen romantischen Dates, die er für sie gemacht hatte, er sprach von allen Dingen, die er für sie gemacht hatte und er sprach davon, wie gebrochen sein Herz sei und ich konnte es auch verstehen. Wie konnte sie ihn nur gehen lassen!

Wir waren ab diesem Tag zusammen und es wurde nicht leicht für uns. Es fing früh an sehr schwer zu werden. Ich war immer noch ein psychisches Wrack und was ich zu Anfang nicht wusste, war, dass er auch eines war. In den ersten zwei Wochen wollte er nicht mal eine Beziehung mit mir, wie ich jetzt weiß, zum einen, weil er noch so verletzt von Nadine war, und zum anderen, weil er wusste, das er spielsüchtig ist. Direkt am Anfang von unserer Liebe hat er es mir gesagt, er beschrieb das Thema auch ausführlich, denn er bereitete sich eigentlich auf eine stationäre Reha vor. Vorstellen konnte ich mir nichts davon und damals hätte ich auch nie gedacht, dass manche Verhaltensmuster von ihm auf seine Krankheit der Spielsucht zurück zu führen sind. Mir ist es ein wenig klar geworden, was ihm die Automaten bedeuten, als er mich fragte, ob ich ihn zum Zocken mal begleiten würde, um zu sehen was passiert. Ich musste ihm hoch und heilig versprechen, dass es nur bei dem einen mal bleibt, denn er wollte nicht, das ich auch süchtig werde, aber dazu später mehr.

Wenn ich wieder Verlustängste hatte, Streit anfing, weil er keine Zeit hatte und dann am Grab von Hanni saß und meinen Tränen freien Lauf ließ, hat er mich aufgefangen, wenn auch auf seine Art, aber er war da und bemerkte, dass was mit mir nicht stimmte.

Ich erinnere mich gut an den Tag, an dem er auf den Friedhof kam und ich damit rechnete, dass er Schluss machen würde, doch er tat es nicht, zumal ich wieder einen Streit angefangen hatte wegen einer sinnlosen Kleinigkeit und ich dachte, ihm würde es jetzt reichen. Doch es reichte ihm offensichtlich nicht von mir, denn er kam zum Friedhof und wir redeten zusammen. Er gab mich nicht auf und ich bin so dermaßen froh, dass er es bis heute nicht getan hat. Eines machte mich stutzig: Hanni und sein Vater liegen auf dem gleichen Friedhof, doch das Grab von seinem Vater besuchte er mit mir nicht. Als er mir erzählte, dass er spielsüchtig ist, wurde mir klar, warum ich so oft verunsichert war, wo er ist und was er noch zu erledigen hatte. Irgendwie wusste ich, dass das alles nicht immer stimmen kann und ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll.

Er ist krank und damals wollte ich mich nicht damit anfreunden, oft stritten wir und seine Wutausbrüche waren oft nicht leicht, aber er ist ein sehr harmonischer Mensch und nach 10 Minuten war er nicht mehr sauer auf mich und versuchte alle Hebel in Bewegung zu setzen, dass wir uns wieder vertrugen. Wiedergewonnene Gefühle kamen in mir hoch, denn er wollte aktiv unsere Zukunft gestalten, er fing mich auf, wenn ich weinend zu ihm kam und ich meinte, dass meine Eltern mich nicht lieben würden oder meine Schwestern, er war es, der mich langsam versucht hat, aus dem Loch zu ziehen. Wenn ich Stress auf der Arbeit hatte, mein Chef gemein zu mir war, sprach er mit mir darüber. Mein Selbstwertgefühl baute er auf und er gab mir Erfolge, aber er übte auch schnell Kritik an mir, wenn was seiner Meinung nach nicht richtig laufen würde. Ich merkte es, das ihn was jucken würde, das er unruhig wird und schlagartig seine schönen Augen so formen kann, als ob er mich hassen würde. Ich weiß er hasst mich nicht, trotzdem redete ich mir es immer ein und das machte die ganze Sache nicht leichter.

Blick auf Neuenkirchen vom Klinikgebäude aus - hier macht Norbert seine Langzeittherapie wegen Glücksspielsucht

Blick auf Neuenkirchen vom Klinikgebäude aus - hier macht Norbert seine Langzeittherapie wegen Glücksspielsucht

Er ist jetzt 9 Wochen weg, getrennt auf Zeit, denn er ist in der stationären Therapie um Spiefrei zu werden. Er will eine Zukunft mit mir, das weiß ich, denn sonst würde er nicht diesen schweren Weg antreten. Als wir uns verabschiedeten und mir Tränen durch das Gesicht liefen, sagte er, dass er nicht will, dass ich mit einem aktiven Spieler eine Familie gründe, der letzte Kuss für 2 lange Wochen wurde gegeben und die Haustür schloss sich. Mich baute das mit der Familie auf, denn mittlerweile waren wir verlobt, doch mich plagte auch Angst, dass er sich so stark verändern würde und ich ihn nicht wieder erkennen würde.

Nach den ersten Wochen fing es an, wir telefonierten jeden Abend ausgiebig, doch es wurde weniger und weniger, Therapie sei zu anstrengend hat er mir gesagt, er fühle sich immer so müde, doch ich glaubte ihm nicht wirklich, denn es ist sehr schwer für mich nachzuvoll ziehen gewesen. Kurze Zeit später sprach er davon, dass er sich nicht mehr in unserer Heimatstadt wohl fühle, nicht mal mehr in seinem Elternhaus, was sein Zuhause ist. Was wollte er damit sagen? Das habe ich mich gefragt, als er das erste Mal davon sprach. Will er mich alleine lassen? Will er wirklich weggehen? Heißt das, dass unsere Beziehung nach seinem Klinikaufendhalt zu Ende geht? Das wollte ich nicht und ich fing an furchtbar zu klammern. Jedes Mal, wenn er am Wochenende nach Hause kam, fing ich an zu meckern, wenn er die wenige Zeit, die wir hatten, nicht komplett mit mir verbringen wollte. Liebt er mich denn garnicht mehr? Fehle ich ihm denn garnicht? Das alles konnte doch gar nicht sein, wir waren doch kurz vor seiner Reha noch zusammen im Urlaub, dort trug er mich doch noch auf Händen und jetzt? Wir sprachen doch von Hochzeit? Ich wollte ihm zu seinem Geburtstag eigentlich einen Hochzeitstermin schenken, doch bevor er Geburtstag hatte, sprach ich mit ihm darüber und er sagte, er will nicht nächstes Jahr heiraten, denn er will mir erst beweisen, dass er ein Jahr spielfrei ist und danach heiraten. Und das wertete ich als weitere Entfernung von mir, warum macht er das alles nur? Und es wurde schlimmer, wirklich wichtige Gespräche blieben fast ganz aus. Ich musste jeden Tag arbeiten und er hatte Therapiestunden.

Bis eine Woche vor Ende seines Klinikaufenthaltes. Er entschloss sich mich und seine Mutter ein weiteres Mal zu einem Familiengespräch mit ihm und seinem Bezugstherapeuten einzuladen. Wir redeten über diese Aussage “Wegziehen“ von ihm und mir schossen wieder mal Tränen durchs Gesicht. Norbert versicherte mir, dass er mich, wenn er weggehen sollte, mitnehmen würde und das baute mich etwas auf.

Trotzdem erkannte ich ihn nicht wieder, er war so ruhig und plötzlich wurde es mir klar: über Wochen hat er sich verändert, jedes Wochenende, an dem er nach Hause kam, ist er ruhiger geworden, ja ausgesprochen gelassen, obwohl ich ihn schnell anschrie, blieb er ruhig

Am Anfang hatte er große Schwierigkeiten sich zu beherrschen und mir wurde es bei dem Familiengespräch erst richtig klar. Weinen, das konnte Norbert noch nicht vor mir, aber immerhin beschrieb er jetzt seine Gefühle vor mir und versteckte sie nicht mehr.

Mir ist jetzt erst klar geworden, wie viel Kraft ihn das kosten muss, denn er ist süchtig und ihm wurde viel über zwei Jahrzehnte vorgelebt, was vieles seiner Art erklärt.

Eines weiß ich jetzt, als er mich an einem Wochenende, während er eine Heimfahrt hatte, zum ersten Mal mit zu der Grabstätte seines Vater mitgenommen hatte, fing die Veränderung an und ich weiß, wie schwer es ihm gefallen sein muss, denn Norbert sagte mir einst, dass sein Vater sich nichts mehr gewünscht hatte wie eine Schwiegertochter, die seinen Sohn glücklich macht. Ich weiß auch, dass Norbert, wenn wir heiraten werden, ziemlich traurig sein wird, dass sein Vater nicht dabei ist und auch wenn wir Kinder bekommen sollten, weiß ich, dass es Norbert traurig machen wird, dass unsere Kinder nie ihren Opa kennenlernen werden, aber so wie ich Norbert kenne, wird er trotz allem schlimmen Erlebten unsere Kinder zu Seite nehmen und mit ganz feuchten strahlenden Augen die Geschichte von seinem geliebten Vater erzählen und mit vollem Stolz über ihren Opa berichten, so wie er einst mir vieles erzählt hat.

Dies ist nur eine kleine Sichtweise für den Suchtbericht, Ausführliches wird in Norberts Buch zu finden sein. Eines noch: ist es nicht der größte Liebesbeweis, dass ich an Norberts Lebensgeschichte mitarbeiten darf? Ja, das es ist es, denn es gibt mir wieder das Gefühl, an seinem Leben teil zu haben!

Die Erzählung von Norbert verpasst?

2 Kommentare

  1. Liebe Melanie

    Wär gut, wenn Du auch Deine eigenen Probleme aufarbeitest, Ich habe den Eindruck, dass Du ziemlich viel von Deinen Ängsten in die Beziehung projizierst und dies eure Beziehung nur unnötig belastet. Da ihr beide angeschlagen seid, könnte das ev. später zu belastend werden für eine tragfähige Beziehung mit Kindern. Von daher kann ich Norbert schon verstehen, dass er zuerst mit sich selbst ins Reine kommen will. Das klingt sogar sehr vernünftig, denn schließlich trägt man mit Kindern sehr viel Verantwortung und muss sich selbst hinter die Bedürfnisse der Kinder zurückstellen können. Sonst werden die Kinder die Leidtragenden sein. Für Kinder sind solche Szenen, wie Du sie beschreibst, absolut untragbar und schädlich für die Psyche. Es soll ja nicht so sein, dass diese sich dann später beklagen über euch, weil ihr einfach noch nicht bereit wart für diese große Verantwortung. Lasst euch Zeit! Ihr seid doch noch sehr jung. Das merke ich auch daran, dass ihr eure Jugend noch nicht verkraftet habt und euren Eltern noch nicht alles verziehen habt, das gehört zu einer gesunden Ablösung dazu. So wenig wie ihr nicht perfekt seid, sind es eure Eltern. Das alles braucht Zeit, die ihr euch unbedingt gönnen sollt. Man muss sich ja nicht wie jeder x-Beliebige dem Nesttrieb hingeben, als Mensch kann man bewusst und vernünftig entscheiden und den geeigneten, individuellen Zeitpunkt wählen.

    Alles Liebe euch beiden!
    Selina

  2. hello ja das hoert sich trauig an wenn kinder ihre opa oder oma nich kennen lernen das weisz aus erfahrung weil meine eine opa und oma habe ich nur einmal gesehen woran ich mich nich erinnern kan weil noch mal 1 jahr war und die andere habe ich dasz laetzes mal gesehen als ich 9 oder 10 jahre war

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